Das Nomen und die Nominalphrase: eine Wiederholunäg


Grammatik

1.        Bei semantischen Regeln für das Geschlecht geht es um

           a.         die Bedeutung des Wortes

           b.        die Form des Wortes, d.h. Endungen u.s.w.

           c.         die Lautgestalt des Wortes

 

2.        Bei morphologischen Regeln für das Geschlecht geht es um

           a.         die Lautgestalt des Wortes

           b.        die Form des Wortes, d.h. Endungen u.s.w.

           c.         die Bedeutung des Wortes

 

3.        Bei phonologischen Regeln für das Geschlecht geht es um

           a.         die Lautgestalt des Wortes

           b.        die Bedeutung des Wortes

           c.         die Form des Wortes, d.h. Endungen u.s.w.

 

4.        Der Nominativ bezeichnet

           a.         das Subject eines Satzes

           b.        das direkte Objekt

           c.         den Besitz

 

5.        Der Akkusativ bezeichnet

           a.         das Subjekt eines Satzes

           b.        das indirekte Objekt

           c.         das direkte Objekt

 

6.        Nach einem Verb wie sein, bleiben, werden u.ä. hat man

           a.         den Akkusativ

           b.        den Dativ

           c.         den Nominativ

 

7.        Bei den Präpositionen mit Akkusativ und Dativ bezeichnet der Dativ

           a.         eine Antwort auf die Frage “wohin?”

           b.        eine Antwort auf die Frage “wo?”

           c.         eine Antwort auf die Frage “warum?”

 

8.        Nennen Sie drei Funktionen des Dativs

           indirektes Objekt, Objekt von Dativverben, Objekt von Dativpräpositionen. Andere Antworten sind auch möglich: siehe MGG §19.

 

9.        Nennen Sie die 8 wichtigsten Präpositionen,die den Dativ regieren.

aus, außer, bei, mit, nach, seit, von, zu

 

10.      Nennen Sie 8 Präpositionen, die den Genitiv regieren.

(an)statt, wegen, während, trotz, angesichts, anstelle, diesseits, jenseits. Siehe auch MGG §20.7

 

11.      Nennen Sie 1-3 semantische Regeln für die Genuszuweisung. Geben Sie für jede Regel 3-5 Beispiele. Wenn Sie Ausnahmen kennen, listen Sie ein paar.

Zum Beispiel: die Natürliches-Geschlecht-Regel – der Mann, die Frau, der Franzose, usw., Ausnahmen “der Star,” “das Top-Modell”

Für andere semantische Regeln, siehe MGG §25.2,25.4,25.6: zB makes of cars are masculine (der Mercedes, der Renault, der Fiat), days of the week, months, seasons are masculine (der Herbst, der Montag, der November), names of towns, countries, continents are neuter (das Deutschland, das Amerika, das Berlin, although articles aren’t usually used with these, exceptions include die USA, die Schweiz, usw.)

 

12.      Geben Sie 5 Suffixe, die das Geschlecht bestimmen. Geben Sie an, welches Geschlecht mit jedem Suffix verbunden ist.

Siehe MGG §25.1, 25.3, 25.5.

 

13.      Nennen Sie die wichtigste phonetische Regel für die Genuszuweisung. Geben Sie 3-5 Beispiele. Geben Sie an, ungefähr wieviele Nomen die Regel erklärt. Geben Sie ein paar Ausnahmen.

Die wichtigste phonetische Regel ist die Schwa-Auslaut-Regel (or “final -e rule”), sie erklärt etwa 15 000 Nomen, von denen 90% weiblich sind, viele Beispiele sind möglich, Ausnahmen zB “das Ende,” “der Käse”. Nomen wie “der Chinese,” “der Biologe,” sind keine echte Ausnahmen, wenn man die Hierarchie der Regeln in Betracht zieht.

 

14.      Nennen Sie 4 Verben, die den Dativ verlangen.

helfen, gehören, glauben, danken, und viele andere. Siehe MGG §19.6.

 

15.      Nennen Sie 4 Verben, die den Genitiv verlangen.

bedürfen, anklagen, gedenken, sich vergewissern, und viele andere. Siehe MGG §20.4

16.      Geben Sie bei jedem der folgenden Nomen das wahscheinliche Geschlecht, oder die wahrscheinlichste Möglichkeiten. Geben Sie die Regel an, die diese Bestimmung erlauben.

           a.         Aktentasche fem., Schwa-Auslaut-Regel

           b.        Konservatismus masc., Suffix -ismus

           c.         Zauberei fem., Suffix -ei

           d.        Paläontologe masc., Natürliches-Geschlecht-Regel (NGR)

           e.        Kater masc., NGR

           f.         Hündin fem., NGR

           g.         Gemüse neut., Oberbegriffe

           h.        Ehre fem., Schwa-Auslaut

           i.          Rivalität fem., Suffix -tät

           j.          Schwein neut., Oberbegriffe

           k.         Sau fem., NGR

           l.          Eber masc., NGR

           m.       Ferkel masc., NGR mit Korollarium “Junges Nachkommen”

           n.        Schönheit fem., Suffix -heit

           o.        Flüssigkeit fem., Suffix -keit

           p.        Brötchen neut., Suffix -chen








Endungen und Pronomen

Setzen Sie die richtigen Endungen und Pronomen ein. Für “Nullendungen” schreiben Sie ein oder ein -.

 

“Eine unvorhergesehene Gesellschaft” Footnote

In einer Höhle in der Erde, da lebte ein Hobbit. Nicht in einem schmutzigen, nassen Loch, in das die Enden von irgendwelchen Würmern herabbaumelten und das nach Schlamm und Moder roch. Auch nicht etwa in einer trockenen Kieshöhle, die so kahl war, daß man sich nicht einmal niedersetzen oder gemütlich frühstücken konnte. Es war eine Hobbithöhle, und das bedeutet Behaglichkeit.

. . .

Die Mutter unseres Hobbits – was ist eigentlich ein Hobbit? Ich glaube, daß die Hobbits heutzutage einer Beschreibung bedürfen, da sie selten geworden sind und scheu vor den “Großen Leuten”, wie sie uns zu nennen pflegen. Sie sind (oder waren) ungefähr halb so groß wie wir und kleiner als die bärtigen Zwerge (sie tragen jedoch keine Bärte). Es ist wenig, sozusagen gar nichts von Zauberei an ihnen, ausgenommen die alltägliche Gabe, rasch und lautlos zu verschwinden, wenn großes dummes Volk wie du und ich angetapst kommt und Radau macht wie Elefanten, was sie übrigens eine Meile weit hören können. Sie neigen dazu, ein bißchen fett in der Magengegend zu werden. Sie kleiden sich in leuchtende Farben (hauptsächlich in Grün und Gelb). Schuhe kennen sie überhaupt nicht, denn an ihren Füßen wachsen natürliche, lederartige Sohlen und dickes, warmes, braunes Haar, ganz ähnlich wie das Zeug auf ihrem Kopf (das übrigens kraus ist). Die Hobbits haben lange, geschickte, braune Finger, gutmütige Gesichter, und sie lachen ein tiefes, saftiges Lachen (besonders nach den Mahlzeiten; Mittagessen halten sie zweimal im Tag, wenn sie es bekommen können). Nun, das sei vorerst genug, und wir wollen fortfahren.

 

 

Aus “Der Hüter der Schlüssel” Footnote

BUMM, BUMM. Wieder klopfte es. Dudley schreckte aus dem Schlaf.

“Wo ist die Kanone?” sagte er dumpf.

Hinter ihnen hörten sie ein lautes Krachen. Onkel Vernon kam hereingestolpert. In den Händen hielt er ein Gewehr – das war also in dem langen, schmalen Paket gewesen, das er mitgebracht hatte.

“Wer da?” rief er. “Ich warne Sie – ich bin bewaffnet!”

Einen Augenblick lang war alles still. Dann –

SPLITTER!

Die Tür wurde mit solcher Wucht getroffen, dass sie glattweg aus den Angeln sprang und mit einem ohrenbetäubenden Knall auf dem Boden landete.

In der Türöffnung stand ein Riese von Mann. Sein Gesicht war fast gänzlich von einer langen, zottigen Haarmähne und einem wilden, struppigen Bart verdekct, doch man konnte seine Augen erkennen, die unter all dem Haar schimmerten wie schwarze Käfer.

Dieser Riese zwängte sich in die Hütte, den Rücken gebeugt, so dass sein Kopf die Decke nur streifte. Er bückte sich, stellte die Tür aufrecht und setzte sie mit leichter Hand wieder in den Rahmen ein. Der Lärm des Sturms draußen ließ etwas nach. Er wandte sich um und blickte sie an.

“Könnte ‘ne Tasse Tee vertragen. War keine leichte Reise . . .”

Ein einfache Übung

Es ist wirklich schwer, eine solche Übung zu schaffen. Man will ja alle möglichen Nomen, Pronomen, Artikel, Adjektiven, usw. in die Übung aufnehmen, aber es gibt so viele Formen, mit denen man arbeiten muß. Was kann man tun? Meistens schreibt man sehr künstliche Sätze, wie: “Der /Die alte, freundliche Deutsche kannte manche nette Amerikaner.” Oder: “Solches schöne Wetter haben wir fast nie in dem frühen Frühling in dem nordöstlichen Teil der Vereinigten Staaten.” Man fängt an zu denken, vor jedem deutschen Nomen muß ein bedeutungsloses Adjektiv erscheinen. Aber englischsprechende Studenten, die die schöne deutsche Sprache wirklich gut sprechen und schreiben möchten, müssen viele solche Übungen machen, denn Übung macht den Meister. Das einzige Problem mit dieser Übung ist, daß es nicht genug Relativsätze gibt. Eine Übung, die nicht genug Relativsätze hat, ist keine gute Übung. Also: Der Zug, den ich nehme, darf nicht spät sein. Die Studenten/innen, deren Professor ich bin, sind alle sehr intelligent. Die Übung, an der Footnote ich jetzt ungefähr eine Stunde gearbeitet habe, ist jetzt fertig.